
5 Tipps bei einem Tennisarm oder Tennisellenbogen
Ein Tennisellenbogen medizinisch Epicondylitis lateralis entsteht, wenn die Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur an der Außenseite des Ellenbogens überlastet werden. Diese Überlastung kann zu Schmerzen, Reizungen und einer Entzündung des Sehnenansatzes führen. Menschen, die viel mit den Händen arbeiten, Sport treiben oder wiederholte Bewegungen ausführen, sind besonders gefährdet.
Tipp 1: Lassen Sie sicher feststellen, ob es sich um einen Tennisellenbogen handelt
Bevor Sie mit einer Behandlung beginnen, ist es wichtig zu überprüfen, ob Ihre Beschwerden tatsächlich durch einen Tennisellenbogen verursacht werden. Ein Hausarzt oder Physiotherapeut kann eine klare Diagnose stellen. Ein einfacher Selbsttest: Legen Sie Ihren Unterarm auf eine Tischplatte und drücken Sie die Hand nach unten oder gegen Widerstand nach oben. Treten dabei Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens oder im Unterarm auf, spricht dies oft für einen Tennisellenbogen.
Tipp 2: Gönnen Sie dem betroffenen Arm ausreichend Ruhe
Reduzieren Sie Tätigkeiten, die Schmerzen auslösen oder verstärken. Wiederholte Bewegungen, schweres Heben oder ständig kräftiges Greifen sollten vorübergehend vermieden werden. Komplettes Schonverhalten ist jedoch nicht ratsam leichte, schmerzfreie Nutzung des Arms verhindert Steifheit und unterstützt eine funktionelle Heilung.

Tipp 3: Führen Sie gezielte Mobilisations- und Dehnübungen durch
Sanfte Bewegungen wie Beugen und Strecken des Ellenbogens oder Rotationsbewegungen des Unterarms helfen, die Belastung besser zu verteilen. Eine wirksame Dehnung besteht darin, den Arm auszustrecken und das Handgelenk langsam nach unten zu drücken. Ein leichtes Ziehen ist normal, aber der Ellenbogen selbst darf nicht schmerzen. Regelmäßige Übungen unterstützen die Regeneration.
Übung 1
Beugen und strecken Sie den Ellenbogen mehrere Male, während der Arm locker am Körper hängt. Führen Sie die Bewegung ruhig und kontrolliert aus.
Übung 2
Beugen Sie den Ellenbogen in einem 90-Grad-Winkel und drehen Sie den Unterarm abwechselnd nach innen und außen. Wiederholen Sie die Rotationsbewegung mehrmals.
Übung 3
Strecken Sie den Arm nach vorne und beugen Sie das Handgelenk nach unten. Mit der anderen Hand üben Sie leichten Druck auf den Handrücken aus, bis eine angenehme Dehnung entsteht.
Wichtig: Der Ellenbogen selbst darf nicht schmerzen.
Übung 4
Legen Sie den Unterarm auf einen Tisch und drücken Sie die Hand sanft nach oben gegen einen Widerstand (z. B. die andere Hand). Nur so weit ausführen, wie es schmerzfrei möglich ist.
Tipp 4: Warten Sie nicht zu lange bei anhaltenden Beschwerden
Verbessern sich die Schmerzen nicht oder nehmen sie sogar zu, ist es ratsam, frühzeitig fachkundigen Rat einzuholen. Eine rechtzeitige Behandlung durch einen Physiotherapeuten oder Arzt kann verhindern, dass die Beschwerden chronisch werden und der Heilungsprozess unnötig lange dauert.
Tipp 5: Nutzen Sie eine Ellenbogenbandage für zusätzliche Unterstützung
Eine geeignete Ellenbogenbandage oder –brace kann die betroffenen Sehnen entlasten und die Belastung während Alltag oder Arbeit reduzieren. Dies kann Schmerzen lindern und die Heilung unterstützen. Eine Bandage ist jedoch eine ergänzende Maßnahme sie ersetzt nicht die notwendigen Übungen oder das zeitweise Reduzieren belastender Aktivitäten.
| Brace | Besondere Merkmale / Vorteile |
|---|---|
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