
Ruptur der Achillessehne: wie man sie erkennt, was zu tun ist und wie lange die Heilung dauert
Sind Sie unsicher, ob Ihre Achillessehne gerissen ist? Diese Verletzung tritt meistens bei einer plötzlichen, kraftvollen Bewegung auf und ist gekennzeichnet durch ein knappendes Gefühl, starke Schmerzen und sofortigen Funktionsverlust des Fußes. Häufig kann man nicht mehr auf die Zehenspitzen stehen und Gehen wird schwer oder schmerzhaft. Manchmal liegt nur eine Teilruptur oder Dehnung vor dabei sind die Beschwerden milder, können aber dennoch langanhaltend sein. Mit einfachen Tests wie dem Thompson-Test kann ein Arzt oder Physiotherapeut schnell feststellen, ob eine (teilweise) Ruptur vorliegt. In der akuten Phase ist es wichtig, das Bein sofort ruhigzustellen, zu kühlen und so bald wie möglich ärztliche Hilfe aufzusuchen. Die Behandlung besteht aus Ruhe, Immobilisierung mit einer Bandage oder einem Gips und manchmal einer Operation. Bandagen und Orthesen schützen die Sehne, unterstützen eine kontrollierte Heilung und bieten zusätzliche Sicherheit während der Rehabilitation. Der Heilungsprozess braucht Zeit und Begleitung: das Wiederanwachsen der Sehne dauert einige Wochen, die vollständige Genesung oft sechs bis zwölf Monate. Mit einem guten Therapieplan ist die Chance auf einen erfolgreichen Heilungsverlauf hoch dennoch ist Vorsicht bei der Rückkehr zu Sport oder intensiven Bewegungen geboten.
Was ist eine gerissene Achillessehne?
Die Achillessehne ist die stärkste und dickste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und spielt eine entscheidende Rolle beim Gehen, Springen, Laufen und beim Stehen auf Zehenspitzen. Wenn diese Sehne teilweise oder vollständig reißt, spricht man von einer Achillessehnenruptur.
In der Regel entsteht eine Achillessehnenruptur durch eine plötzliche, starke Bewegung etwa beim Sprinten oder Absprung. Die Verletzung kommt häufig bei Sportlern vor, aber auch bei untrainierten Personen, die plötzlich intensive Belastung ausüben. Eine Ruptur kann bei einer gesunden Sehne auftreten, häufiger liegt jedoch eine Schwächung der Sehne durch Überbelastung, Verschleiß oder bestimmte Medikamente (z. B. Kortikosteroide oder Fluorchinolone) zugrunde.
Der Moment des Reißens wird oft als scharfes Ploppen oder das Gefühl beschrieben, in die Ferse getreten worden zu sein, gefolgt von starken Schmerzen oberhalb der Ferse. Direkt danach fällt die Fähigkeit zum Abstoßen mit dem Fuß weg. Ärztliche Abklärung ist immer notwendig. Der Schweregrad reicht von kleinen Einrissen bis hin zu kompletter Ruptur mit getrennten Sehnenenden. Je nach Schwere kann eine Behandlung mit Gips, Bandage oder operativer Rekonstruktion gewählt werden.
Wie erkennen Sie eine gerissene Achillessehne?
Eine Ruptur der Achillessehne zu erkennen ist meist nicht schwer. Häufig treten plötzlich stechende Schmerzen an der Rückseite des Knöchels oder knapp oberhalb der Ferse auf als hätte Ihnen jemand gegen das untere Bein getreten. Dem folgt sofort ein Kraftverlust und Gehprobleme.
Nach dem Riss kommt es oft zu Schwellungen am Knöchel und Unterschenkel. Bei vollständiger Ruptur kann ein deutlich spürbarer Hohlraum an der Rissstelle ertastet werden. Meist ist das Stehen auf Zehenspitzen oder das Abstoßen mit dem Fuß nicht mehr möglich.
Die Diagnose erfolgt durch körperliche Untersuchung, z. B. den Thompson-Test dabei drückt der Untersucher die Wade zusammen und beobachtet, ob der Fuß mitfächert. Fehlt diese Bewegung, ist eine Ruptur sehr wahrscheinlich. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT können zusätzlich helfen, Diagnose und Schweregrad zu bestimmen.

Wie fühlt sich eine Teilruptur oder Dehnung der Achillessehne an?
Eine Teilruptur oder Überdehnung der Achillessehne zeigt sich anders als ein vollständiger Riss. Meist treten stechende oder ziehende Schmerzen an der Rückseite des Knöchels auf, wobei Gehen manchmal noch möglich ist. Die Schmerzen werden häufig als dumpf oder brennend beschrieben und verschlimmern sich bei Belastung oder Druck auf die Sehne. Morgensteifigkeit oder Schwellung sind typische Begleiterscheinungen.
Bei einer Dehnung oder kleinen Ruptur sind die Symptome meist milder: leichte bis mäßige Schmerzen, gelegentlich leichte Schwellung oder Druckempfindlichkeit. Wichtig: Selbst kleine Risse können langfristige Beschwerden verursachen und bedürfen Ruhe und fachgerechter Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden immer Arzt oder Physiotherapeut aufsuchen.
Wie kann ich meine Achillessehne testen?
Wenn Sie eine Achillessehnenruptur vermuten, sind verschiedene einfache Tests möglich. Der bekannteste ist der Thompson-Test: legen Sie sich bäuchlings hin, mit den Füßen frei über einer Bank oder dem Bett. Eine zweite Person drückt vorsichtig die Wade. Bewegt sich der Fuß nach unten (Plantarflexion), ist die Sehne wahrscheinlich intakt. Bleibt diese Bewegung aus, kann eine Ruptur vorliegen.
Ein weiterer Test: Versuchen Sie vorsichtig, auf Zehenspitzen zu gehen. Gelingt dies nicht, oder besteht Schwäche oder Schmerz sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Auch ein Vergleich beider Knöchel hinsichtlich Schwellung, Farbe oder Kontur kann Hinweise auf eine Verletzung liefern.
Hinweis: Bei Unsicherheit oder anhaltenden Schmerzen unbedingt ärztliche Hilfe suchen.
Kann ich mit einer gerissenen Achillessehne noch laufen?
Nach einem vollständigen Riss ist normales Gehen sofort stark eingeschränkt. Manche Betroffene können dank anderer Fußmuskeln noch einige Schritte gehen, aber kräftiger Abstoß oder Zehenspitzenstand ist nicht mehr möglich. Der Gang ist verändert und instabil; der Fuß sackt oft bei Belastung weg.
Bei Teilrissen oder Dehnungen kann Gehen oder Zehenspitzenstand eingeschränkt möglich sein aber immer mit Schmerz und Unsicherheit verbunden. Weitergehen mit einer gerissenen Achillessehne ist riskant und kann die Heilung erheblich behindern.
Was tun bei (teilweiser) Ruptur der Achillessehne?
Vermuten Sie eine (teilweise) Ruptur? Stoppen Sie sofort jede Belastung und schonen Sie das betroffene Bein. Kühlen Sie den Knöchel zur Linderung von Schwellung und Schmerz und lagern Sie das Bein hoch. Vermeiden Sie weitere Belastung und suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe oder die Notaufnahme.
Der Arzt beurteilt die Verletzung und veranlasst ggf. zusätzliche Untersuchungen. Bei Teilrissen erfolgt meist Immobilisation (Gips oder Bandage) und anschließende Physiotherapie. Eine Operation ist selten bei Teilrupturen nötig, kann aber bei unzureichendem Heilungsverlauf in Betracht gezogen werden.
Wichtig: Behandlung niemals hinauszögern das minimiert Komplikationen und dauerhafte Beschwerden.
Heilt eine gerissene Achillessehne und kehrt sie komplett zurück?
Die Heilung einer Achillessehnenruptur erfolgt schrittweise und benötigt professionelle Begleitung. Je nach Schwere der Ruptur wird eine konservative (Bandage/Gips) oder operative Behandlung gewählt. In beiden Fällen ist es Ziel, die Sehnenenden wieder zusammenzuführen, damit der Heilprozess starten kann.
In den ersten Wochen ist Ruhe entscheidend und der Fuß bleibt fixiert. Danach folgt unter physiotherapeutischer Anleitung eine stufenweise Wiederaufnahme von Mobilität und Belastung. Die meisten Betroffenen erholen sich gut, doch die Sehne bleibt oft etwas schwächer als vor der Verletzung. Mit einem durchdachten Reha-Programm sind Alltag und sportliche Aktivitäten meist wieder möglich das Risiko für erneute Verletzungen bleibt allerdings leicht erhöht.
Wie schnell heilt eine Achillessehnenruptur und wie lange dauert es?
In den ersten 6 bis 8 Wochen bildet sich neues Bindegewebe zwischen den Sehnenenden. Während dieser Phase ist die Sehne noch anfällig. Nach 6 bis 12 Wochen beginnt allmählich eine Mobilisation und Belastung. Die Reifung und Festigung der Sehne dauert meist 3 bis 6 Monate. Voll funktionelle Erholung besonders bei sportlicher Belastung benötigt oft 6 bis 12 Monate.
Wie lange dauert die Genesung bei einer gerissenen Achillessehne?
Die gesamte Heilungsdauer hängt stark vom Schweregrad, der allgemeinen Gesundheit und der Mitarbeit während der Rehabilitation ab. Im Allgemeinen gilt:
- Phase 1 (Immobilisierung): 6 bis 8 Wochen
- Aufbau-/Physiotherapiephase: bis 6 Monate
- Komplette Genesung: meist zwischen 6 und 12 Monaten
Sport oder intensive körperliche Arbeit sollten oft erst nach 9 bis 12 Monaten wieder aufgenommen werden. Ein zu früher Wiedereinstieg erhöht das Risiko für erneute Verletzungen oder chronische Beschwerden.
Wie können Bandagen oder Orthesen bei einer gerissenen Achillessehne helfen?
Bandagen und Orthesen spielen eine zentrale Rolle bei der Behandlung und Heilung einer Achillessehnenruptur besonders bei konservativer Therapie oder während der Reha-Phase. Durch Fixierung des Fußes in leichter Plantarflexion sorgen sie dafür, dass die Sehnenenden in engem Kontakt bleiben und der natürliche Heilprozess optimal verlaufen kann.
Zudem schränken sie ungünstige Bewegungen ein und beugen weiterer Schädigung oder erneuten Rissen vor. Anders als Gips ermöglichen Bandagen oft ein kontrolliertes Training während der Reha, wodurch Durchblutung, Muskelkraft und Beweglichkeit erhalten bleiben.
In späteren Reha-Phasen bieten sie zusätzliche Stabilität und Sicherheit beim Wiedereinstieg in Alltag oder Sport. Das passende Hilfsmittel wird je nach Schwere der Verletzung und Phase der Heilung ausgewählt. Fachkundige Beratung ist dabei unverzichtbar.
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