Umknicken oder Verstauchung des Sprunggelenks?
„Ich bin umgeknickt“ ist eine häufig gehörte Aussage, doch was passiert dabei eigentlich? Beim Menschen wird das Gelenk, das den Unterschenkel mit dem Fuß verbindet, als Sprunggelenk bezeichnet. Am Sprunggelenk ragen zwei Knochenvorsprünge hervor, an denen man den Knöchel erkennt. Diese beiden Knochenvorsprünge werden Malleolen genannt. Über diese Knochen verlaufen Bänder, die sogenannten Sprunggelenkbänder. Die Sprunggelenkbänder sind feste Bandstrukturen (Ligamente), die an der inneren (medialen) und äußeren (lateralen) Seite des Sprunggelenks liegen und verschiedene Gelenke und Knochenstrukturen miteinander verbinden.
Die Aufgabe der Sprunggelenkbänder besteht darin, das Sprunggelenk zu stabilisieren und extreme Bewegungen zu verhindern. Wenn man umknickt, macht das Sprunggelenk eine unnatürliche Bewegung. Dabei werden die Bänder stark gedehnt oder können sogar reißen.
Bei einem leichten Umknicken ist das Sprunggelenk meist nur geschwollen und der Schaden begrenzt. Die Schmerzen halten in der Regel nur einige Tage an. Bei einer Verstauchung hingegen sind die Bänder beschädigt und das Sprunggelenk funktioniert nicht mehr vollständig. Die Schmerzen sind stärker und die Heilung dauert länger.
Ursache von angerissenen Sprunggelenkbändern
Eine Ursache für ein Umknicken oder eine Verstauchung ist häufig eine unerwartete Bewegung des Sprunggelenks, bei der der Fuß maximal nach innen oder außen kippt. Dabei werden die Sprunggelenkbänder maximal gedehnt, was zu einem Umknicken oder einer Verstauchung führen kann. Ein Umknicken oder eine Verstauchung kann daher auf viele verschiedene Arten entstehen, zum Beispiel beim Absteigen von einer Stufe, an einer Bordsteinkante, in einer Unebenheit im Gras oder bei einer falschen Landung nach einem Sprung.
Symptome von angerissenen Sprunggelenkbändern
- Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Sprunggelenks, insbesondere bei Bewegung und Belastung
- Schwellung des Sprunggelenks, manchmal mit einer eiförmigen Verdickung
- Blaue Flecken oder Blutergüsse rund um das Sprunggelenk, vor allem an der Außenseite
- Schwierigkeiten beim Gehen, Stehen oder Belasten des Fußes
- Steifheit und manchmal ein instabiles Gefühl im Sprunggelenk
- Schmerzhafte und eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks
Behandlung von angerissenen Sprunggelenkbändern
Die Behandlung besteht aus Ruhe, Kühlung (in den ersten 30 Minuten), Hochlagern des Fußes und dem Vermeiden starker Belastung. Eine Sprunggelenkbandage oder -orthese unterstützt das Gelenk, lindert Schmerzen und beugt weiteren Schäden vor. Die Heilung dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen; in dieser Zeit wird die Bewegung und Belastung des Sprunggelenks schrittweise gesteigert, gegebenenfalls unter Anleitung eines Physiotherapeuten.
Unterstützende Sprunggelenkbandage bei angerissenen Bändern
Es ist äußerst wichtig, eine Verletzung der Sprunggelenkbänder richtig zu behandeln, da unbehandelte Verletzungen zur Entwicklung einer chronischen Instabilität des Sprunggelenks führen können.
Bei einer Verstauchung der Sprunggelenkbänder ist es wichtig, dem Gelenk zunächst Ruhe zu gönnen, indem der Fuß hochgelagert wird, damit die Schwellung abklingen kann und die Bänder Zeit zur Heilung haben. Daher ist es in der Anfangsphase oft notwendig, mit Unterarmgehstützen zu gehen.
Um die Sprunggelenkbänder in ihrer Funktion zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Heilung zu geben, kann eine Bandagen- oder Orthesentherapie eingesetzt werden. Nicht ohne Grund erhöht das Tragen einer Sprunggelenkbandage oder -orthese die Chance auf eine vollständige Genesung erheblich, wie vom Königlich Niederländischen Verband für Physiotherapie (KNGF) bestätigt wird. Das Tragen einer Sprunggelenkbandage oder -orthese wird empfohlen, sobald die Schwellung zurückgeht. Darüber hinaus ist wissenschaftlich belegt, dass der präventive Einsatz einer Sprunggelenkbandage oder -orthese das Risiko eines Rezidivs (erneuter Verletzung) deutlich senkt und somit die Entwicklung einer chronischen Sprunggelenkinstabilität reduziert.
Welche Bandagen sind bei angerissenen Sprunggelenkbändern geeignet?
Bei angerissenen Sprunggelenkbändern stehen spezielle Sprunggelenkbandagen und Orthesen zur Verfügung, die das Gelenk stabil unterstützen, ohne die Bewegung vollständig einzuschränken. Geeignete Bandagen sind atmungsaktiv, verstellbar und einfach anzulegen. Lassen Sie sich von einem ProBrace-Spezialisten beraten, um die passende Bandage für Ihre Situation zu wählen.