Wann ist der Knöchel gebrochen?
Es kann vorkommen, dass Sie sich beim Sport oder bei alltäglichen Tätigkeiten unbeabsichtigt einen harten Stoß zuziehen. Reflexartig versuchen Sie, sich mit Händen und Füßen abzufangen. Die dabei wirkenden Kräfte können jedoch so groß sein, dass die Knochen nachgeben.
Von einer Knöchelfraktur spricht man, wenn ein oder mehrere Knochen im Sprunggelenk gebrochen sind. Der Knochen kann an einer oder mehreren Stellen brechen. Eine Fraktur liegt sowohl bei einem vollständigen Bruch als auch bei einem Riss im Knochen vor. Eine häufige Knöchelfraktur betrifft das Wadenbein, das an der Außenseite des Sprunggelenks liegt.
Es gibt verschiedene Klassifikationen für den Schweregrad der Fraktur. Bleiben die Knochenfragmente in ihrer Position, spricht man von einer stabilen Fraktur. Die Knochen können jedoch auch verschoben sein. In schweren Fällen ragt ein Knochen durch die Haut, man spricht dann von einer offenen Fraktur.
Ursache einer Knöchelfraktur
In den meisten Fällen entsteht eine Knöchelfraktur durch einen Sturz oder einen Unfall. Eine Fraktur kann durch eine starke äußere Krafteinwirkung verursacht werden, beispielsweise durch einen Tritt oder Schlag.
Eine Knöchelfraktur kann auch durch eine unerwartete Drehbewegung des Gelenks entstehen, etwa wenn sich der Körper dreht, während der Fuß fest auf dem Boden stehen bleibt.
Was sind die Symptome eines gebrochenen Knöchels?
- Starke Schmerzen unmittelbar nach dem Trauma
- Sichtbare Schwellung und Blutergüsse
- Unfähigkeit, den Knöchel zu belasten oder zu gehen
- Fehlstellung oder abnorme Beweglichkeit des Gelenks
- Knirschendes Gefühl oder Geräusch beim Verletzungsereignis
Diagnose eines gebrochenen Sprunggelenks
Die Diagnose wird anhand des Beschwerdebildes, einer körperlichen Untersuchung und Röntgenaufnahmen gestellt. Der Arzt untersucht die Stellung des Sprunggelenks, Schwellungen, Blutergüsse und Druckempfindlichkeit. Auf dem Röntgenbild ist zu erkennen, um welche Art von Bruch es sich handelt und ob eine Verschiebung vorliegt.
Behandlung und Heilung eines gebrochenen Sprunggelenks
Wenn festgestellt wird, dass das Sprunggelenk schmerzhaft ist und kaum noch bewegt werden kann, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Der Arzt überweist Sie ins Krankenhaus, wo Röntgenaufnahmen den Bruch bestätigen. In den meisten Fällen wird der Bruch eingerichtet und mit einem Gips fixiert. Bei schweren Brüchen kann eine Operation notwendig sein.
Nach dem Entfernen des Gipses müssen sich Knochen und Muskeln erholen. Kraft und Qualität der Muskeln können verringert sein. Mit Hilfe eines Physiotherapeuten können Übungen durchgeführt werden. Die Heilung kann zudem durch das Tragen einer Orthese beschleunigt werden. Eine Orthese bietet Stabilität rund um das Sprunggelenk. Auch nach der Rehabilitation kann sie noch erforderlich sein, da das Gelenk instabiler bleiben kann als zuvor.
Stützende Sprunggelenkorthese bei gebrochenem Sprunggelenk
Eine Sprunggelenkorthese bietet Halt und Stabilität nach einem Bruch, insbesondere in der Rehabilitationsphase nach Gips oder Operation. Die Orthese begrenzt unerwünschte Bewegungen, reduziert Schmerzen und unterstützt eine sichere Heilung. Durch das Tragen der Orthese können Sie schneller und sicherer wieder gehen und alltägliche Aktivitäten ausführen.
Welche Orthesen sind bei einem gebrochenen Sprunggelenk geeignet?
Für ein gebrochenes Sprunggelenk stehen spezielle Orthesen und Walker zur Verfügung, die das Sprunggelenk während der Heilung stabilisieren und schützen. Geeignete Orthesen sind verstellbar, stabil und komfortabel, sodass sie gut sitzen und ausreichenden Halt bieten. Lassen Sie sich von einem ProBrace-Spezialisten beraten, um die passende Orthese auszuwählen. Eine Sprunggelenkorthese kann besonders hilfreich sein bei Brüchen, die nicht gegipst werden können, oder nach Entfernung des Gipses.