Was ist das Kubitaltunnelsyndrom?
Das Kubitaltunnelsyndrom ist eine Nervenkompression, bei der der Nervus ulnaris (Ellennerv) im Kubitaltunnel eingeengt wird, einem engen Durchgang an der Innenseite des Ellenbogens. Dieser Nerv verläuft direkt hinter dem knöchernen Punkt des Ellenbogens und versorgt den kleinen Finger und den Ringfinger mit Gefühl und Kraft. Durch Druck, Dehnung oder wiederholte Reizung können Symptome wie Kribbeln, Taubheit und Kraftverlust in der Hand auftreten. Das Syndrom tritt häufig bei Menschen auf, die sich oft auf ihre Ellenbogen stützen, intensive Beuge- und Streckbewegungen ausführen oder nachts mit gebeugten Ellenbogen schlafen. Auch langanhaltende Computernutzung oder wiederholte Sportbewegungen können zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen.
Diagnose des Kubitaltunnelsyndroms
Die Diagnose basiert auf dem Beschwerdebild, einer körperlichen Untersuchung und manchmal zusätzlichen Nervenleitungsuntersuchungen (EMG). Der Arzt achtet auf Gefühlsverlust, Muskelschwäche und typische Kribbelgefühle im kleinen Finger und Ringfinger. Bildgebung ist selten erforderlich, außer um andere Ursachen auszuschließen.
Behandlung und Genesung beim Kubitaltunnelsyndrom
Die Behandlung besteht in der Regel darin, den Druck auf den Nerv durch Anpassung des Lebensstils zu verringern, langanhaltende Beugung zu vermeiden und eine Schiene oder Nachtschiene zu tragen. Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden kann eine Operation erforderlich sein, um dem Nerv mehr Platz zu verschaffen. Die Genesung variiert von mehreren Wochen bis Monaten, abhängig vom Schweregrad und der Therapietreue. Eine frühzeitige Behandlung verhindert häufig dauerhafte Schäden.
Was sind die Symptome des Kubitaltunnelsyndroms?
- Kribbeln und Taubheit im kleinen Finger und Ringfinger
- Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens
- Kraftverlust in Hand oder Fingern
- Schwierigkeiten bei der Feinmotorik (z. B. Knöpfe schließen)
- Verschlimmerung der Beschwerden beim Beugen des Ellenbogens
Unterstützende Ellenbogenschiene beim Kubitaltunnelsyndrom
Eine Ellenbogenschiene oder Nachtschiene ist ein wirksames Hilfsmittel beim Kubitaltunnelsyndrom. Die Schiene verhindert, dass der Ellenbogen längere Zeit gebeugt wird, wodurch der Druck auf den Nervus ulnaris abnimmt und der Nerv sich erholen kann. Dies hilft besonders nachts, aber auch tagsüber bei belastenden Haltungen.
Eine Schiene gibt dem Nerv Ruhe und beugt einer Verschlechterung der Beschwerden vor. Das Tragen einer bequemen, verstellbaren Schiene sorgt dafür, dass Hand und Arm funktionsfähig bleiben und alltägliche Aktivitäten gut möglich sind. Die Schiene reduziert Kribbeln, Schmerzen und Kraftverlust und unterstützt eine schnellere und sichere Genesung.
Welche Schienen eignen sich beim Kubitaltunnelsyndrom?
Für das Kubitaltunnelsyndrom gibt es spezielle Ellenbogenschienen und Nachtschienen, die den Ellenbogen in einer leicht gebeugten oder neutralen Position halten. Geeignete Schienen sind verstellbar, aus atmungsaktivem Material gefertigt und bieten ausreichende Unterstützung, ohne einzuschnüren. Lassen Sie sich von einem ProBrace-Spezialisten bei der richtigen Wahl beraten.