
Übungen zur Verbesserung Ihrer Sprunggelenkstabilität
Ein verstauchter Knöchel kommt häufig vor, sowohl beim Sport als auch im Alltag. Nach einer Sprunggelenksverletzung kann sich der Knöchel instabil anfühlen: Man knickt schneller um, hat weniger Kontrolle oder verspürt Schmerzen beim Drehen oder Landen. Mit gezielten Übungen können Sie das Sprunggelenk kräftiger und stabiler machen. So verringern Sie das Risiko neuer Verletzungen und verbessern Ihr Gleichgewicht sowie Ihr Vertrauen in die Bewegung.
Nachfolgend finden Sie eine Reihe von Übungen, die Sie einfach zu Hause ohne Hilfsmittel durchführen können. Führen Sie die Übungen ruhig und kontrolliert aus und überfordern Sie sich nicht.
1. Zehen anheben
Stellen Sie sich aufrecht hin und ziehen Sie die Zehen nach oben, während die Fersen auf dem Boden bleiben. Kurz halten und wieder lösen. Wiederholen Sie diese Bewegung zwanzigmal. Diese Übung stärkt die Muskeln an der Vorderseite des Sprunggelenks und hilft bei einer besseren Abrollbewegung des Fußes.
2. Fersen anheben
Stellen Sie sich aufrecht hin, heben Sie die Fersen an und stehen Sie auf den Zehenspitzen. Senken Sie sich anschließend langsam wieder ab. Wiederholen Sie dies zwanzigmal. Dadurch trainieren Sie die Wadenmuskulatur und die Achillessehne, die wichtig für die Stabilität sind.
3. Sprunggelenk nach innen drehen
Setzen Sie sich mit ausgestrecktem Bein hin. Drehen Sie das Sprunggelenk langsam nach innen (in Richtung des anderen Fußes) und kehren Sie anschließend in die neutrale Position zurück. Spüren Sie die Spannung, aber halten Sie die Bewegung schmerzfrei. Wiederholen Sie dies zehnmal.
4. Sprunggelenk nach außen drehen
Führen Sie die gleiche Übung aus, drehen Sie das Sprunggelenk nun jedoch nach außen. Auch hier gilt: ruhig und kontrolliert bewegen. Wiederholen Sie dies zehnmal.
5. Beugen Richtung Boden
Stellen Sie sich aufrecht hin und beugen Sie den Oberkörper in Richtung Boden. Versuchen Sie dabei, das Sprunggelenk gestreckt zu halten. Dies fördert die Beweglichkeit und dehnt die Muskeln an der Rückseite des Unterschenkels. Wiederholen Sie dies zwanzigmal.

6. Sprunggelenkskreis im Stand
Stehen Sie auf einem Bein und machen Sie mit dem freien Fuß kleine Kreisbewegungen. Achten Sie darauf, dass das Standbein stabil bleibt und nicht nach innen kippt. Führen Sie diese Übung eine Minute lang aus und wechseln Sie anschließend das Bein.
7. Kniebeugen im Stand
Stehen Sie auf einem Bein und beugen Sie das Knie leicht, als würden Sie eine Mini-Kniebeuge machen. Halten Sie die Hüften gerade und den Fuß fest auf dem Boden. Wiederholen Sie dies zwanzigmal. Diese Übung stärkt die gesamte Sprunggelenks- und Knieregion.
8. Auf den Zehen gehen
Gehen Sie eine kurze Strecke auf den Zehenspitzen. Dadurch trainieren Sie Kraft, Gleichgewicht und Stabilität gleichzeitig. Machen Sie kurze Schritte und bleiben Sie aufrecht.
9. Übung so oft wie möglich durchführen
Wiederholen Sie im Laufe des Tages so oft wie möglich Varianten der oben genannten Übungen. Dadurch lernt Ihr Sprunggelenk erneut, Stabilität aufzubauen, und Muskeln sowie Bänder bewegen sich schrittweise wieder besser mit.
Extra-Tipp: Wann hilft eine Sprunggelenkbandage?
In den ersten Wochen nach einer Verstauchung oder bei anhaltender Instabilität kann eine Sprunggelenkbandage zusätzliche Unterstützung bieten. Eine Bandage verhindert, dass das Sprunggelenk erneut nach innen wegknickt, und gibt Ihnen mehr Sicherheit beim Gehen oder Sport.
Geeignete Bandagen bei Sprunggelenksinstabilität sind unter anderem:
- Bauerfeind Sports Ankle Support Sprunggelenkbandage unterstützt ohne die Bewegung einzuschränken, ideal für den Sport.
- Basko ASO Sprunggelenkbandage bietet eine starke seitliche Stabilisierung bei mittlerer bis schwerer Instabilität.
- Bauerfeind MalleoTrain S eine komfortable Option bei leichter Überlastung, Schwellung und Steifheit.
Eine Bandage ist eine vorübergehende Hilfe; kombinieren Sie diese immer mit Übungen, um die eigene Stabilität wiederherzustellen.
