Bauchwand- und Nabelhernien: Was Sie wissen sollten
Eine Bauchwandhernie (auch Hernia abdominalis genannt) entsteht, wenn eine Schwachstelle oder Riss in der Bauchwand vorhanden ist. Die Bauchwand besteht aus Muskeln und Bindegewebe und hält die Organe im Bauch an ihrem Platz. Bei einer Hernie kann ein Teil des Bauchinhalts, wie Fett oder Darm, nach außen drücken, oft als Beule oder Schwellung sichtbar. Anfangs fällt dies manchmal kaum auf, aber bei Anstrengung, Heben oder Husten kann die Vorwölbung deutlicher werden.
Eine spezielle Form der Bauchwandhernie ist die Nabelhernie, bei der sich die Schwachstelle am Nabel befindet. Ein kleiner Teil des Bauchinhalts kann nach außen drücken, sichtbar als Beule um den Nabel. Dies kann Unbehagen oder Schmerzen verursachen, insbesondere bei Druck auf den Bauch. Nabelhernien treten sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf.
Was sind die Symptome einer Bauchwand- oder Nabelhernie?
Eine sichtbare oder tastbare Beule im Bauch oder in der Leiste, die bei Anstrengung, Husten oder Heben oft größer wird.
Schmerzen oder ein drückendes Gefühl, besonders beim längeren Stehen oder unter starker Belastung.
Anfangs manchmal nur wenige Beschwerden, sodass die Hernie erst später bemerkt wird.
Bei Beschwerden kann das Tragen eines Bauchgurts, einer Bandage oder eines stützenden Korsetts helfen, den Bauch zu stabilisieren, Schmerzen zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Für spezielle Fälle wie Nabel- oder Hernienhosen sind ebenfalls spezielle Hilfsmittel verfügbar.
Arten von Bauchverletzungen
Es gibt verschiedene Arten von Verletzungen im Bauchbereich. Dazu gehören Bauchwandhernien, wie eine Nabelhernie am Bauchnabel oder eine Leistenhernie im Leistenbereich. Auch Narbenhernien können an Stellen früherer Bauchoperationen auftreten. Seltener treten Verletzungen im oberen Bauchbereich oder im Oberschenkelbereich auf. Weitere Bauchbeschwerden können durch Überlastung, Verspannung der Bauchmuskeln oder eine geschwächte Bauchdecke entstehen, zum Beispiel nach Schwangerschaft oder längerem Druck.
Bandagen und unterstützende Hilfsmittel bei Bauchverletzungen
Bei Beschwerden im Bauchbereich können Bandagen, Bauchgurte und stützende Bandagen Linderung verschaffen, insbesondere wenn eine direkte Behandlung oder Operation nicht möglich ist oder während der anschließenden Erholungsphase. Ein Bauchgurt oder eine stützende Bandage übt leichten Druck auf den Bauch aus, reduziert Schmerzen und Unbehagen und unterstützt die Bauchmuskulatur. Dies hilft auch, eine Verschlechterung von Schwachstellen beim Heben, Husten oder anderen alltäglichen Belastungen zu verhindern.
Es gibt auch speziell entwickelte Nabel- oder Hernienbandagen mit einem Druckpolster (Pelotte), die gezielte Unterstützung an einer Schwachstelle bieten, wie z. B. bei einer Nabelhernie. Die Verwendung einer Bandage kann den täglichen Komfort erheblich verbessern, insbesondere bei leichten bis mäßigen Beschwerden.
Wichtig: Eine Bandage oder ein Bauchgurt bietet Unterstützung und lindert Schmerzen, heilt jedoch die zugrunde liegende Verletzung nicht. Verwenden Sie ein Hilfsmittel immer in Absprache mit einem Arzt oder Physiotherapeuten, da unsachgemäßer Gebrauch den Bauch zusätzlich belasten oder die Durchblutung beeinträchtigen kann.